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Die Welt hinter der Welt

Aktualisiert: 8. Juni


Von der Berliner Charité bis zur Mayo Clinic in Rochester/Minnesota hab ich nicht einen einzigen Arzt, keine einzige Ärztin interviewt, die für sich in Anspruch nahm, Menschen heilen zu können. Helfen ja. Kurieren, auch. Symptome unterdrücken? Absolut. Heilen? Nein.

Es bedarf, sagten sie, immer der inneren Zustimmung des kranken Menschen. Ich frage mich, was das m Zeitalter von KI bedeutet. Klick ich auf zustimmen - und zack, weg ist der Spuk?


WAS DIE ERFAHRUNG LEHRT


Schulmedizin oder Naturheilkunde, Chemo oder Mistel: "Die Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie", sagte Prof. Dr. Peter Schmidt-Rohde, Hamburger Spezialist für Brustkrebs, "ist, dass die Patientin vollkommen mit ihrer Behandlung einverstanden ist."

Es ist einer dieser Sätze, die eine der wichtigsten Zutaten in der so empfindsamen Arzt-Patiientin-Beziehung beschreibt: Respekt. Ebenso wie das kleine Kärtchen in meiner Brieftasche, das jedem bei der Ankunft in der Mayo Clinic überreicht wird. §1 lautet: "Die Bedürfnisse des Patienten stehen an erster Stelle." Es steht dem gegenüber, was ich ebenso wenig vergessen kann: "Wenn ein(e) Patient(in) nach 5 Jahren keinen Rückfall bei einer Tumorbehandlung erlitten hat, gilt er oder sie als geheilt." Erkrankt er oder sie einen Tag später erneut, zählt dies als eine neue Erkrankung. Kein Scherz.


"Manchmal", sagte Prof. Dr. Nobert Haas, früher Chef der Traumatologie am Campus Virchow der Charite', "kommen Verletzte, deren Überleben unwahrscheinlich erscheint und andere, deren Verletzungen eigentlich vergleichsweise harmlos sind." Eigentlich. Jahrzehnte extremster medizinischer Herausforderung haben ihn gelehrt, dass das Ausmaß an Trümmern noch nichts Abschließendes darüber sagt, wer am Ende durchkommt. Ein Kurs, den es an keiner medizinischen Fakultät gibt: Demut. Deren Hybris uns seit SARS-COV-2 millionenfach das Leben gekostet hat.

Während Covid verkündeten Autoritäten wie die WHO oder unsere auf unterschiedliche Art und Weise gescheiterten Gesundheitsminister, wie die kaum getestete Impfung uns alle vor dem Virus retten würde. Ein Irrtum, wie man heute weiß.

Fast zeitgleich zeigte sich, dass die Jahrzehnte lang propagierte Ernährungs-Pyramide, nach der möglichst alle leben sollten, in Wirklichkeit auf dem Kopf stand.

Und dass - uupps – milliardenfach an Kinder verabreichte Impfungen seit Ronald Reagans General-Amnestie für die Hersteller 1986 noch nie gegen Placebo getestet wurden.

Was also in endlosen Datenströmen in die KI gefüttert wird und die ultimative Heilung in greifbare Nähe rücken soll, fußt in erschreckend weiten Teilen auf Nebelkerzen.



DAS EWIGE LEBEN


Heute las ich einen Artikel in TFP darüber, wie in Silicon Valley die AI-Experten nach Gott suchen. Sie versuchen, ihre Lücke der Ungläubigkeit an etwas Größeres als sich selbst mit Hilfe künstlicher Intelligenz zu schließen. Sie träumen vom ewigen Leben und davon, u. a. in Zukunft alles heilen zu können. Davon, in Zukunft auf jede Frage eine Antwort hoch zu laden. Und dass sich dann das Ganze so verselbstständigt, dass wir unseren jetzigen Verstand, unser Wissen, unsere Empfindungen, die Einzigartigkeit unserer biologischen Zusammensetzung, unsere Intuition und unsere eigenen Intelligenz nicht mehr brauchen werden.

Sehr viele Menschen halten das für einen Fortschritt. Während die Schöpfer dieses Gott-2.0-Plans bereits jetzt vor Gericht versuchen, sich gegenseitig die Köpfe abzuschlagen.




Im Angesicht dieser erstaunlichen Selbstgewissheit erscheint die Vorstellung, dass etwas so einfaches wie der Duft von oder die Einreibung mit Weihrauchöl Entzündungen lindern könnte, wie eine Utopie von einem anderen Stern. Selbst dann, wenn man bedenkt, dass ein Baby seine Mutter am Geruch erkennt und sie genau dadurch zur Quelle allen Wohlbefindens wird. Oder dass der Duft nach Apfelkuchen, wie ihn unsere Großmutter buk, mehr für die Seele tut als Xanax.

AI hat uns weitgehend überzeugt, dass sanfte Medizin nicht die Antwort sein kann; weder Lavendel, das Ängste und Depressionen in Kinderkrankenhäuseren zu vertreiben vermag und außerdem Viren, Bakterien und Pilze bekämpft, noch Pfefferminzöl bei Mgräne. Cui bono?


WAS WEISST DU?


Kaum jemand weiß noch, dass homöopathisch verdünntes Sulfur (Schwefel) der wütenden Akne von Teenagern weitaus mehr Beine machen kann als ätzende Gesichts-Peelings. Quasi als Nebenwirkung erweckt es auch noch ihren Ordnungssinn zu neuem Leben. Oder dass afrikanische Okoubaka (gewonnen aus dem Todesbaum) nach einer schweren Erkrankung wieder auf die Füße hilft.

Lauterbach, der problemlos Millionen von Kindern in eine nicht einmal von der STIKO empfohlene Impfung jagte, warnt indes bei Globuli vor finsteren Nebenwirkungen.


Wir belächeln die Kraft von Bärlapp und Kamille bei Blähungen, die nahezu jede(n) Zöliakie-Betroffene(n) quälen – und übrigens auch jedes Neugeborene. Bei einem restlos erschöpften Rücken einfach mal Rainfarn als ätherisches Öl einzureiben, oder Giftsumach als Globuli einzunehmen, zählt quasi schon als Aufstand gegen "die Wissenschaft", seit bei Corona der Aluhut in Mode kam. Das Antidot gegen solch selbstständiges Denken waren Wasserwerfer und Schlimmeres.


Die Suche nach der "richtigen Medizin" sollte dennoch nicht aufgegeben werden, auch wenn KI vorgibt, uns bald endgültig die Arbeit abnehmen zu können. Bis es so weit ist, sollte es diejenige sein, die dein gesundes, kraftvolles Selbst zum Vorschein bringt, auf welche Weise auch immer. Die dich immer wieder das Leben über das Sterben wählen lässt – selbst dann, wenn du am absoluten Tiefpunkt dessen angekommen bist, was du noch glaubst, ertragen zu können. Das ist ein Unterschied zu Longevity, wenn du verstehst, was ich meine. Das ist Leben, nicht in die Länge gezerrt, sondern in die Tiefe gelebt.

Erschreckend viele westliche Länder bieten inzwischen Euthanasie an, wenn der Körper nicht so will, wie sich das die klinische Medizin gerne vorstellt. Doch es gibt eine – deine – Welt hinter dieser Welt. Sie kennt dich heil und ganz. Es lohnt sich, nach ihr zu suchen, bis wirklich der letzte Stein umgedreht ist.



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