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Die Welt hinter der Welt

Aktualisiert: vor 15 Stunden


In all den Interviews, die ich geführt habe, von der Berliner Chairité bis zur Mayo Clinic in Rochester/Minnesota habe ich nicht einen einzigen Arzt, keine einzige Ärztin getroffen, die für sich in Anspruch genommen hat, Menschen heilen zu können. Helfen ja. Kurieren, auch. Symptome unterdrücken? Absolut. Heilen? Nein.

Es bedarf immer der inneren Zustimmung des kranken Menschen.


WAS DIE ERFAHRUNG LEHRT


Schulmedizin oder Naturheilkunde, Chemo oder Mistel: "Die Voraussetzung für den Erfolg einer Therapie", sagte einst Prof. Dr. Peter Schmidt-Rohde, Spezialist für Brustkrebs, "ist, dass die Patientin vollkommen mit ihrer Behandlung einverstanden ist." Es ist einer dieser Sätze, die ich nie vergessen habe. Ebenso wie das kleine Kärtchen in meiner Brieftasche, das jedem bei der Ankunft in der Mayo Clinic überreicht wird. §1 lautet: "Die Bedürfnisse des Patienten stehen an erster Stelle." Oder diese medizinisch-statistische Übereinkunft, die man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen muss: "Wenn ein(e) Patient(in) nach 5 Jahren keinen Rückfall bei einer Tumorbehandlung erlitten hat, gilt er oder sie als geheilt." Erkrankt er oder sie einen Tag später erneut, zählt dies als eine neue Erkrankung.


"Manchmal", sagte Prof. Dr. Nobert Haas, damals Traumatologie-Chef am Campus Virchow der Charite', "kommen Verletzte, deren Überleben unwahrscheinlich erscheint und andere, deren Verletzungen eigentlich vergleichsweise harmlos sind." Eigentlich. In Jahrzehnten exgtremster medizinischer Herausforderung lernte er, dass das Ausmaß an Trümmern noch nichts Abschließendes darüber sagt, wer am Ende durchkommt.

Während Covid verkündeten Autoritäten wie die WHO oder unsere auf unterschiedliche Art und Weise gescheiterten Gesundheitsminister, wie die kaum getestete Impfung uns alle vor dem Virus schützen würde. Ein Irrtum, wie sich milliardenfach herausstellte.

Und gleichzeitig zeigte sich dass die Jahrzehnte lang propagierte Ernährungs-Pyramide, nach der möglichst alle leben sollten, in Wirklichkeit auf dem Kopf stand.



DAS EWIGE LEBEN


Heute las ich einen Artikel in TFP, wie in Silicon Valley die AI-Experten nach Gott suchen und versuchen, ihre Lücke der Ungläubigkeit an etwas Größeres als sich selbst mit künstlicher Intelligenz zu schließen. Sie träumen vom ewigen Leben und davon, u. a. in Zukunft alles heilen zu können. Davon, in Zukunft auf jede Frage eine Antwort hoch zu laden, und dass sich dann das Ganze so verselbstständigt, dass wir unseren jetzigen Verstand, unser Wissen, unsere Empfindungen, die Einzigartigkeit unserr Zusammensetzung, unsere Intuition und unsere eigenen Intelligenz nicht mehr brauchen.

Sehr viele Menschen halten das für einen Fortschritt, während die Schöpfer dieser Hybris bereits jetzt vor Gericht versuchen, sich gegenseitig die Köpfe abzuschlagen.




Im Angesicht dieser erstaunlichen Selbstgewissheit erscheint die Vorstellung, dass etwas so einfaches wie der Duft von oder die Einreibung mit Weihrauchöl Entzündungen lindern könnte, wie eine Utopie von einem anderen Stern. Selbst dann, wenn man bedenkt, dass ein Baby seine Mutter am Geruch erkennt und sie genau dadurch zur Quelle allen Wohlbefindens wird, und dss der Duft nach Apflkuchen, wie ihn unsere Großmutter buk, mehr für die Seele tut als Xanax.

AI hat uns weitgehend überzeugt, dass sanfte Medizin nicht die Antwort sein kann; weder Lavendel, das Ängste und Depressionen in Kinderkrankenhäuseren zu vertreiben vermag und außerdem Viren, Bakterien und Pilze bekämpft, noch Pfefferminzöl bei Mgräne. Cui bono?


WAS WEISST DU?


Kaum jemand weiß noch, dass homöopathisch verdünntes Sulfur (Schwefel) der wütenden Akne weitaus mehr Beine machen kann als ätzende Gesichts-Peelings; und dazu auch noch den inneren Ordnungssinn unserer Teenager stärkt. Und dass afrikanische Okoubaka (Todesbaum) nach einer schweren Erkrankung wieder auf die Füße hilft.

Lauterbach, der problemlos Millionen von Kindern in eine nicht einmal von der Stiko empfohlene Impfung jagte, warnt bei Globuli vor finsteren Nebenwirkungen.


Wir belächeln die Kraft von Bärlapp und Kamille bei Blähungen, die nahezu jede(n) Zöliakie-Betroffene(n) quälen – und übrigens auch jedes Neugeborene. Wir fühlen uns irgendwie seltsam nerdie, wenn wir, statt Ibu einzuwerfen, bei einem restlos erschöpften Rücken einfach mal Rainfarn als ätherisches Öl vrersuchen, oder Giftsumach als Globuli einnehmen.


Die "richtige Medizin" ist diejenige, die dein gesundes, kraftvolles Selbst zum Vorschein bringt, auf welche Weise auch immer. Die dich immer wieder das Leben über das Sterben wählen lässt – selbst dann, wenn du am absoluten Tiefpunkt dessen angekommen bist, was du noch glaubst, ertragen zu können. Es gibt eine – deine - Welt hinter der Welt, die will, dass du gesund wirst und bleibst. Heil eben. Es lohnt sich, nach ihr zu suchen.



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