
Ein Hauch von nichts
APROPOS VERDÜNNUNG…
Erst seit der Entdeckung durch den holländischen Kinderarzt W. K. Dicke im Jahr 1950 wissen wir, dass so etwas wie Zöliakie, Glutenintoleranz und Weizenallergie faktisch existiert. Das Gliadin wurde als Verursacher erkannt. Und dass winzigste Mengen ausreichen, um ein Desaster anzurichten.
Der Eindruck der neuen Erkenntnis täuscht jedoch: Das erste Mal wurden die verdächtigen Beschwerden im 2. Jahrhundert n.Chr. aufgeschrieben. Im 19. Jahrhundert beschrieb Homöopathie-Begründer Dr. Samuel Hahnemann in seinen Mittelbildern die drei großen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die unsere Zeit auch heute weiterhin bestimmen: Getreide, Milch und Zucker. Aus heutiger Sicht könnte man ihn als Lifestyle-Coach bezeichnen, zu dem die Kulturprominenz Europas und der USA schon damals in Scharen strömte.
FREI VON GLUTEN & LAKTOSE
Menschen, die sensibel auf Gluten und/oder Laktose oder sogar beides reagieren, sind bei einer homöopathischen (Selbst-)Behandlung mit Globuli als Darreichungsform am besten bedient. Die Kügelchen auf der Basis von Rohrzucker werden mit dem entsprechenden homöopathisch verdünnten Arzneiwirkstoff imprägniert und können daher keine allergischen Reaktionen aufgrund ihrer Trägerstoffe auslösen.
Im Gegensatz zu ätherischen Ölen, die über den Geruchsinn Heilreize auslösen, steuert Homöopathie die Regulationsmechanismen im Körper an, indem sie durch die Gabe des genau passenden Mittels die Symptome zunächst verstärkt und so – ähnlich einer Impfung – eine Immunantwort auslöst.
Die homöopathischen Tabletten enthalten Gluten und Laktose, kommen deshalb nicht in Frage. Alkohol als Trägerstoff ist für Kinder ebenfalls nicht geeignet.
Und wenn dann doch…
Es passiert mir heute noch, dass ich mir Gluten unterjubeln lasse: eine professionell aussehende Speisekarte mit Allergen-Kennzeichnung; eine überzeugende Service-Kraft: Schon geht meine Sehnsucht, mal wieder richtig schön in. einem Restaurant zu essen, mit mir durch.
Erst kürzlich wieder wusste ich schon bei der Vorsuppe: Das geht nicht gut. Das erste, was ich dann aus der Handtasche zerre, wenn mir der Schweiß ausbricht und mein Bauch mich anschreit: Aconitum D12, die Erste Hife der Homöopathie.
Ich weiß nicht, wie Katinka und ich ihre ersten und meine mittleren Jahrzehnte ohne Hahnemanns Heilkunde bei Erstsymptomen und selbst chronischen Beschwerden überstanden hätten. Wir hatten, dem Himmel sei Dank, ihren hervorragenden Kinderarzt an unserer Seite, der zwar noch nie Homöopathie angewendet hatte, aber jedem Versuch zustimmte, um die schrecklich schmerzhaften, allgegenwärtigen Infektionen von Atemwegen und Blase zu bekämpfen. Solche Mitstreiter braucht man!
Ich kann nicht zählen, wie oft Hahnemanns Heilkunde die Dissonanzen im Körper in Resonanzen verwandelt hat.
20ppm entsprechen in der HOMÖOPATHIE prozentual gerechnet in etwa einer
D3 bis D4-Potenz.
sehr, sehr kleine Mengen können also sehr, sehr viel auslösen… diesmal jedoch im Guten.
Das gilt auch für die AROMATHERAPIE: ein Molekül des himmilischen Vanille duftes wiegt nur 0,00000000000000000000025 g.
Homöopathie-Typen
In Hahnemanns Medizin unterscheidet man bei der Auswahl eines Mittels nach akuten und nach chronischen Erkrankungen. Bei Zöliakie muss man davon ausgehen, dass die Konstitution durch die genetische Veranlagung in Kombination mit einer lange unentdeckten Dünndarmentzündung chronisch geworden ist.
Kann man Zöliakie mit Homöopathie heilen? Nein, zumindest nicht nach dem heutigen Stand der Wissenschaft. Aber man kann akut auftretende Störungen mit den genau passenden Globuli behandeln, Symptome lindern und die Eigenregulation unterstützen.
Für Deine Akutbehandlung in Eigenregie sind Potenzen bis zu D12 geeignet. Alles über die richtige Anwendung erfährst Du hier.
Für eine konstitutionelle Behandlung sollte man immer professionelle Hilfe von erfahrenen HomöopathInnen in Anspruch nehmen, die zunächst mit einee umfassenden Befragung die Krankengeschichte ermitteln, die daraus resultierende Arznei finden und dann oft mit höheren Potenzen arbeiten.


