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GF-CarePakete fürs Krankenhaus!

Aktualisiert: 15. Mai

Glutenfreies Toastbrot gehört ins Carepaket fürs Krankenhaus

Jeder Mensch, der an Zöliakie leidet, soll zu allen Zeiten Zugang zu glutenfreier Ernährung haben – kostenlos. So lautet das aktuelle Statement des Königshauses in KSA.


Vielleicht liegt es daran, dass wir in Deutschland keinen König haben – oder keine Königin. Wir sind eher Könige und -innen darin, zu erklären, warum etwas NICHT geht. Was wir noch nie so gemacht haben. Oder schon immer. Und warum sich das unter keinen Umständen ändern darf.


Es beginnt damit, dass der Zugang zu glutenfreien Produkten in allem, was nicht Großstadt ist, in Deutschland einer Schatzsuche gleicht.

Es geht damit nahtlos weiter, dass man ein Restaurant mit zuverlässig glutenfreien Optionen suchen muss wie eine Stecknadel im Heuhaufen, sobald man die Hauptstraßen deutscher Gastronomie verlässt.

Und deutsche Hotels, in denen man bei gleichem Preis pro Person menschenwürdig glutenfrei frühstücken und zu Abend essen kann – da wäre ich euch für jeden Hinweis dankbar.

Es setzt sich fort, indem man für die winzigste steuerliche Erleichterung einen Aktenordner an Nachweisen erbringen muss, die sowohl die Zöliakie als auch die Behinderung dadurch – von den Mehrkosten ganz zu schweigen – unumstößlich belegen. Gern per Fax. Das kann schon mal easy zwei Jahre dauern.


Bürokratie: unüberwindlich bei Zöliakie


GLUTENFREI. IMMER. ÜBERALL.

In Riyadh, was man sich nach deutscher Kenntnis ja vielleicht nicht so als erstes vorstellen würde, erscheint der Gesundheitsminister persönlich mit einer ganzen Abordnung in der Produktionsstätte, damit sich alle gemeinsam von der Qualität der glutenfreien Produkte überzeugen können. Und die Latte liegt HOCH. Nicht einfach flach auf dem Boden, wie bei so vielem, was in Deutschland als glutenfreie Ernährung durchgeht. Die dortigen Krankenhäuser, wo die glutenfreien Produkte kostenlos an PatientInnen ausgegeben werden, holen sich anschließend regelmäßig Feedback bei ihnen.


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BEREIT SEIN IST ALLES!


Im Gegensatz dazu: die Krankenhäuser in Deutschland. Sie sind ohnehin nicht als kulinarische Tempel verschrien. Aber wenn es glutenfrei sein soll, artet das Ganze in der Regel so aus, dass Genesung in unvorstellbare Ferne rückt.

Es beginnt damit, dass man am Tag der Einlieferung nicht mit glutenfrei rechnen sollte, weil das ja erst koordiniert werden muss. Es setzt sich fort, dass bei den verfügbaren Menüs eigentlich alles getrost gestrichen werden kann, ja, auch bei privater Krankenversicherung. Weizenmehl ist allgegenwärtig.


Wir haben uns also angewöhnt, für solche Notfälle Care-Pakete mitzunehmen. Dazu gehören:

  • glutenfreie Buchweizencracker (Alnavit)

  • Simply Seeds: GF-Körnerbrot (Hammermühle)

  • Sandwich Toast (Schär)

  • nahrhafte Brekkie Smoothie Bowls (sauteuer, auf glutenfreier Haferbasis, kann man mit Wasser zubereiten)

  • Lieblingskekse deiner Wahl

  • ein glutenfreies Salatdressing aus der Tüte (z.B. von Knorr), das man mit Wasser und Öl zubereiten kann.


Das letzte, was du im Krankenhaus brauchst, ist zusätzlich zu allem anderen von einer kulinarischen Ernährungswüste überrollt zu werden!


Und wann immer möglich, bringt einer von uns eine warme Mahlzeit ins Krankenhaus, die den Namen auch verdient. Und dazu dein Lieblingsobst und frischen Joghurt ohne alles für eine widerstandsfähige Darmflora, falls du das sonst nicht bekommst. Just as an act of love…



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