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Darmflora

Es ist noch gar nicht lange her, da wusste kaum jemand, was ein Mikrobiom eigentlich ist. Oder, dass wir ein schlagkräftiges Immunsystem in allererster Linie unserem Darm verdanken. Er ist der Global Player in unserem inneren Universum. Derjenige, der Billionen von Zellen im Millisekundentakt managt.

 

Eine gesunde Darmflora ist für jeden Menschen von Geburt an lebenswichtig. Während wir bei unseren Babys noch auf eine gesunde Ernährung zu achten, erlahmt diese Sorgfalt Jahr um Jahr. Die Parole "Hauptsache gesund" weicht der Parole "Hauptsache schnell", wenn es ums Kochen geht. Fast Food, der Mangel an frischen Mikronähr- und Ballaststoffen und der allzu sorglose Umgang mit Antibiotika verwandelt die bunte Wiese unseres wichtigsten Immunorgans – der DARM! – in Niemandsland. Das durch den Mangel an Kultivierung schließlich zu Feindesland wird.

Die Darmflora – unser stärkstes Immunorgan / Image by isabela-kronemberger

REGENERATION MACHT LAUNE.

Mit einer aktiven Zöliakie im Schlepptau, hat dieses feingetunte Räderwerk einen weiteren Saboteur in den eigenen Reihen.

Denn bei der absoluten Unverträglichkeit des Eiweißes Gluten entzündet sich der Dünndarm – oft über Jahre unerkannt. Die etwa 4 Millionen Zotten auf seiner Oberfläche von 400 bis 500 Quadratmeter (!) sterben dabei immer weiter ab. Ihre Aufgabe, wichtige Nährstoffe in Blut und Lymphe zu schleusen, können sie nicht mehr richtig wahrnehmen. Das führt zu einem Domino-Effekt, mit unter Umständen schwerwiegenden Mangelerscheinungen, u. a. im Bereich von Eisen, Vitamin B12, Folsäure, Vitamin D3. Was wiederum zu weiteren Begleiterkrankungen führen kann wie Depressionen, Kopfschmerzen, Osteoporose oder Rheuma.

Ernährung ist für jeden Menschen der Schlüssel zur Gesundheit. Mit Zöliakie wird sie doppelt wichtig: nicht nur in Bezug auf Gluten-Vermeidung, sondern auch auf eine ausreichende Versorgungslage mit den zuvor genannten Nährstoffen.

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Grünkohl Image by Kiona
Ganz schön bitter, das Ganze.

Ja, irgendwie nervig. Aber dann auch wieder nicht. Denn zum einen lässt sich die Entzündung durch das, was du isst, stoppen und die Auswirkungen im besten Falle umkehren. Ohne Pillen, ohne Nebenwirkungen. Einzig und allein durch absolute  GlutenFREIHEIT und frische Mikronährstoffe. Allerdings: Das ist manchmal nicht so einfach, wie es klingt.

 

Zum anderen erschaffst du mit einer bewusste(re)n Ernährung auf sanfte Weise nachhaltige Gesundheit für Dich selbst und/oder Deine Familie. Es ist (d)eine Chance, dich mit Deinem wichtigsten Immunorgan zu verbünden und alles für die Regeneration deines Darmes zu tun. Der Lohn der Mühe: Du wirst dich kraftvoller, gesünder und ja, auch glücklicher fühlen! 

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Zur Regeneration eignen sich, neben Gluten-Abstinenz natürlich, am besten … Bitterstoffe. Dein ganzes Verdauungssystem lechzt danach, ganz besonders Leber und Galle. Diese Stoffe wirken antibakteriell und fördern zudem die Blutzirkulation in Magen und Darm; eine Voraussetzung für eine bessere Zellversorgung. Du findest diese Bitterstoffe z. B. in Chicorée und Ingwer, in Löwenzahn und Brennnessel, in Artischocken und Bockshornklee, in Spargel und Grapefruit.

 

Weitere Verbündete: Ein Becher Naturjoghurt am Morgen hilft deiner Leber, frisch entgiftet in den Tag zu starten. Idealer Weise ohne Zucker oder zugesetzte Früchte (die meist keine sind). Aber dafür gern mit Nüssen, Mandeln oder Chiasamen. Eine extra Portion Kalzium für die Knochen liefert z. B. auch Sesammus. 

Leinsaat wiederum, mit ihrem Reichtum an Ballast- und Mikronährstoffen, macht dem Darm ebenfalls Beine.

Nur eine der Maßnahmen macht schon einen Unterschied. Wenn du verschiedene miteinander kombinierst, unterstützt du deine Darmflora auf effektive und natürliche Weise.

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Image by Misty Rose
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